Fairtrail fördert seit 2019 Respekt und Toleranz zwischen den Wegnutzenden sowie gegenüber Wald, Wild und Alpwirtschaft, damit das bestehende Wegnetz weiterhin gemeinsam genutzt werden kann. Das Prinzip der Koexistenz hat sich bewährt: Sensibilisierung wirkt nachhaltiger als Verbote. Die Kampagne setzt auf klare Botschaften, persönliche Begegnungen, regionale Massnahmen und vielfältige Kommunikationsmittel.
Im Projekt Fairtrail 2024–2027 steht das rücksichtsvolle Verhalten gegenüber der Alpwirtschaft im stärker im Vordergrund. Das Leben und Arbeiten im Berggebiet ist anspruchsvoll genug. Vor allem im Umgang mit Mutterkühen oder Schafherden mit Herdenschutzhunden braucht es umsichtiges Verhalten. Zäune richtig schliessen, Schutzgebiete respektieren und Weidetiere sorgfältig umgehen – all das sollte selbstverständlich sein. Nur so bleibt das Miteinander von Erholungssuchenden und Landwirtschaft langfristig erhalten.
Die gemeinsame Nutzung der Wege in Graubünden ist keine Selbstverständlichkeit. Gesetzlich gibt es keine generellen Bike-Fahrverbote auf Wanderwegen. Sensibilisierung statt Verbote lautet die Devise. Umfragen und persönliche Rückmeldungen zeigen, dass die Koexistenz bereits gut funktioniert, auch wenn vereinzelt Herausforderungen bestehen.