Wanderwege als Spiegel unserer Gesellschaft?

In seiner 1.-August-Gastrede in Pontresina zog Stephan Kaufmann, Geschäftsführer von Wanderwege Graubünden, eine spannende Parallele zwischen der Koexistenz auf unseren Wanderwegen und dem gesellschaftlichen Miteinander: Unterschiedliche Menschen und Bedürfnisse dürfen nebeneinander Platz haben – entscheidend sind Respekt, Rücksichtnahme und gegenseitiges Verständnis.
Dass dieser gemeinsame Weg weitgehend funktioniert, zeigt sich auf dem 11’000 Kilometer langen Bündner Wanderwegnetz jeden Tag. Auch eine kantonsweite Umfrage bestätigt dies: 74 Prozent der Befragten beurteilen das Miteinander auf den Wanderwegen als funktionierend, vorausgesetzt, die einfachen Grundregeln werden eingehalten.
Genau hier setzt Fairtrail an: mit Sensibilisierung, Information und persönlichem Dialog statt immer neuen Verboten. Denn oft sind es die kleinen Gesten, die den Unterschied machen – grüssen, Platz machen, sich bedanken und miteinander reden.
Verständnis entsteht nicht auf getrennten Wegen. Es entsteht dort, wo unterschiedliche Menschen einander begegnen. Auf unseren Wanderwegen – und vielleicht auch in unserer Gesellschaft.