Am 13.3.2026 trafen sich in Thusis die zentralen Akteurinnen und Akteure von Fairtrail zum Kickoff 2026. Die Botschaft des Nachmittags war klar: Zusammen machen wir den Unterschied. Fairtrail wirkt nur, wenn alle mitziehen – Destinationen, Produktmanagement, Fairdinands im Feld, Ämter, Gemeinden, Leistungsträger und Projektpartner.
Besonders erfreulich war die gemeinsame Haltung: Rücksicht, Respekt und Toleranz sind breit verankert. Alle Teilnehmenden beschrieben Koexistenz als Selbstverständnis. Das entspricht dem Bündner Weg – der engen Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppen im Kanton. In den Beiträgen von Wanderwege Graubünden, Tiefbauamt und Projektleitung wurde deutlich: Fairtrail funktioniert nur im Austausch zwischen Fachstellen, Destinationen, Gemeinden und den Menschen, die täglich mit Gästen arbeiten. Dieser Dialog ist institutionell verankert, etwa in Fachtagungen, Austauschrunden und bilateralen Gesprächen.
Koexistenz auf Bündner Wegen gilt also nicht als Sonderfall, sondern als Normalität. Gleichzeitig wurde klar: Dieses Selbstverständnis genügt nicht. Koexistenz bleibt eine Daueraufgabe. Damit sie im Alltag gelingt, braucht es klare Schwerpunkte, konkrete Massnahmen und gemeinsames Handeln. Genau diese Fokusthemen für 2026 wurden am Kickoff geschärft und vorgestellt.
Eine zentrale Massnahme für die Saison 2026 ist der Aufbau dieser Projektwebsite. Hier finden alle Zielgruppen die nötigen Informationen und Materialien zu Fairtrail übersichtlich und adressatengerecht aufbereitet.
Ein wichtiges Thema war auch die Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden vor Ort: Sie stehen täglich mit Gästen in Kontakt und prägen deren Verhalten stark. Dafür stellen wir ein Factsheet, eine spezifische Landingpage sowie eine Serie inspirierender Kurzvideos bereit: die Fairtrail Insights.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wie Fairtrail in Regionen und an Veranstaltungen noch stärker verankert werden kann. Christa Häberlin zeigte anhand von Lösungsansätzen und Beispielen, wie sich Destinationen und weitere Partner aktiv einbringen können. Die Botschaft war klar: Fairtrail gehört allen – und muss von allen getragen werden. Wer vor Ort Verantwortung übernimmt, stärkt die Wirkung der Kampagne.
Spannend war auch der erste Einblick in die neue B2C-Kommunikationskampagne. Ihre Stossrichtung ist einfach und glaubwürdig: Wege und Natur sind für alle da – darum ist Rücksicht so wichtig. Besonders überzeugend ist, dass sich Bildwelt und Botschaft regional aufnehmen und auf Destinationen herunterbrechen lassen. Das schafft Anschlussfähigkeit und macht die Kampagne für lokale Partner direkt nutzbar – zusätzlich zur weiteren Vereinfachung der CICD-Vorgaben.
Aufgegriffen wurde auch das Leitmuster SEE – THINK – DO – CARE. Fairtrail will sichtbar sein, zum Nachdenken anregen, konkretes Handeln auslösen und Menschen zu Mitträgern der Idee machen. Nur so entsteht nachhaltige Verhaltensänderung.
Mut machten die Beiträge aus der Praxis. Die Inputs von Dave Spielmann und Rafi Krebs zeigten, wie wichtig motivierte Menschen im Feld sind. Die Fairdinands sind kein nettes Zusatzformat, sondern ein zentraler Teil von Fairtrail. Sie schaffen Sichtbarkeit, führen Gespräche und machen die Haltung der Kampagne direkt erlebbar. Dass dies auch aus dem Publikum ausdrücklich bestätigt wurde, war ein starkes Signal für den Saisonstart 2026. Der direkte Kontakt bleibt ein Kernstück von Fairtrail.
Der Kickoff hat vor allem eines gezeigt: Fairtrail ist breit abgestützt, inhaltlich geschärft und bereit für die nächste Saison. Die gemeinsame Haltung stimmt. Die Richtung ist klar. Und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist da. Jetzt gilt es, diese Energie in den Regionen, an Veranstaltungen, im Gästekontakt und draussen auf den Wegen wirksam werden zu lassen.